Geschichte zur GOETZ-Höhle

1915 Beim Abbau von Gesteinen zur Gestaltung seines Berggartens stieß der Meininger Kaufmann Reinhold Goetz im August auf eine größere Öffnung im Muschelkalk des Dietrichbergs. Er untersuchte die Fundstelle und fand heraus, dass sich die Öffnung zu einer parallel zum Berghang verlaufende Spalte entwickelte. Damit entdeckte er die heutige Hauptspalte 2.
1917 Es existiert bereits ein Stollen. Der Beschreibung nach handelt es sich um den heute als Ausgang genutzten Teil der Höhle.
1925 Ausbau des heutigen Ausgangsstollens ist abgeschlossen. Ab dieser Zeit fanden bereits kleine Besichtigungen, überwiegend im Kreis von Freunden der Familie, aber auch von anderen Interessierten, statt. Mit dem Tod von Reinhold Goetz am 31.12.1925 wurden die Erschließungsarbeiten vorerst eingestellt.
1932 Am 23. April wird die Höhle durch den Thüringer Höhlenverein, den Meininger Oberbürgermeister und andere Vertreter der Stadt sowie Höhlenfreunden des Hennebergisch-Fränkischen Geschichtsvereins besichtigt. Die Exkursion führte Heß von Wichdorff, welcher die geologischen Verhältnisse und die Entstehung erläuterte und auf die baldige Fortführung der geplanten Erschließungsarbeiten hinwies.
1934 Feierliche Einweihung der Höhle, die in Würdigung der Verdienste ihres Entdeckers den Namen Goetz-Höhle erhielt, nahm am 21. April der Oberbürgermeister der Stadt, Herr Dr. Meister, vor. Die Festrede hielt Dr. Erich Marquard. Der Neffe des Entdeckers, Herr Knott, übergab dem Stadtoberhaupt den Schlüssel zum ersten Rundgang durch das Innere des Dietrichberges in Begleitung der Musik eines Bläserquartetts.
Reinhold Goetz
Reinhold Goetz
1938 Verkauf des Berggartens und damit auch der Höhle an die in Meiningen ansässige Familie Breede, die in den folgenden Jahren die Führungen durch die Goetz-Höhle organisierte.
1956 Mit der Verpachtung des Höhlenbetriebes und der Höhlenbaude an die Familie Naumann im Jahre 1956 wurden dann Führungen durch die Familie Tönjes, Herrn Breede, Herrn Zöllner und, während der Sommermonate, Herrn Harmisch, durchgeführt.
1970 Am 24. Juli übernahm Frau Barbara Heinisch unwissentlich die vorerst letzte Führung in der Höhle mit einer Schulklasse. Aus heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen wird die Schließung unmittelbar darauf mit der Begründung drohender Firstabbrüche angeordnet und die sofortige Einstellung des Besucherverkehrs veranlasst.
1996 Am 16. September wird der Verein "Goetz-Höhle Meiningen e.V." gegründet. er hat das ehrgeizige Ziel, die geschlossene Höhle aus ihrem Dornröschenschlaf aufzuwecken und wieder der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Die Baude und Höhleneingang
Die Baude und Höhleneingang
2000 Zu Beginn des Jahres wurde die Goetz-Höhle mit der angeschlossenen gastronomischen Höhlenbaude an die Familie Hofmann verpachtet, die den Betrieb der Höhle organisiert und die Gäste bewirtet. Nach dem Start des Probebetriebes am 19.02.2000 und der festlichen Wiedereröffnung am Ostersonnabend, dem 22.04.2000 können in den verbleibenden Monaten des Jahres 2000 bereits 14.554 Besucher begrüßt werden.
Wiedereröffnung
Wiedereröffnung
2005 Während des Thüringen-Tages wurde ein Shuttle der Süd-Thüringen-Bahn feierlich auf den Namen "Goetz-Höhle" getauft.
Südthüringen Bahn, getauft auf den Namen "GOETZ-Höhle"
Südthüringen Bahn, getauft auf den Namen "GOETZ-Höhle"